skip to main content

#liebe#hilfe#heilung

Donauspital Wien und ich

  • 40
Donauspital Wien und ich | story.one

Montagmorgen, 29.01.2013. Wie in meiner Story „Träume und Intuitionen“ erzählt, machte ich einen Witz.

Minuten später, auf dem Weg zur Straßenbahn rutschte ich, obwohl gestreut, auf dem Eis unter dem Schnee, aus und konnte nicht mehr aufstehen. Gute Nachbarin holte Julia und sie riefen die Rettung. Ich versuchte Julia zu beruhigen, sie war in solchen Situationen sehr empathisch. Ein Rettungswagen vom „Grünen Kreuz“ mit Sanitätern war in wenigen Minuten da. Ein Sanitäter schaute auf mein Bein und meinte „das könnte ein Oberschenkelhalsbruch sein.“ Leider hatte er recht.Das Donauspital war an diesem Tag, wegen des Wetters, überlastet. Ich lag in der Notaufnahme. Die Stunden vergingen mit Beobachten der Neuankömmlinge, Telefonate mit Verwandten und Freunden und spielen am Handy. Mein Bein wurde hoch gelagert. Ich bekam ein Häferl Wasser und nichts zu essen, sollte ja noch heute operiert werden. Röntgen ergab, dass ich eine sogenannte Pfanne und ein Stück Knochen, beides aus Kunststoff, erhalten sollte. Um 20:30 Uhr stand fest, dass ich nicht operiert wurde und bekam ein spätes Abendessen. Die Nacht lag ich mit weiteren Patienten am Gang, da zu wenig Platz in den Zimmern waren. Schlafen war nicht einfach. Die Krankenschwestern kümmerten sich sehr aufmerksam um Patienten, welche über Schmerzen klagten. Der nächste Tag war besser und die Patienten wurde in verschiedenen Zimmern untergebracht. Ich bekam ein Einzelzimmer, welches eigentlich für Privatpatienten bestimmt war. Aber es war sonst nichts mehr frei.

31.01.2013 – endlich OP. Keine Vollnarkose, sondern lokale Betäubung. Der Arzt sagte, danach fühlte man sich besser, als nach einer Vollnarkose. Ich hätte meine OP miterleben können, war aber so müde, dass ich einschlief und im Zimmer aufwachte. Julia, unsere Töchter, meine Mutter, Schwester und deren Söhne besuchten mich.

Am Abend wurde ich blass und schwindelig. Julia drückte den Knopf und eine nette Ärztin kam. Sie beruhigte uns alle und teilte mit, dass durch etwas Blutverlust bei der OP mein Blutdruck nun niedrig sei. Ich erhielt Fusionen und es wurde besser. Meine Familie konnte beruhigt nach Hause fahren. In der Nacht kam alle paar Stunden jemand in mein Zimmer um zu sehen, wie es mir ging. Zwei Tage genoss ich das Privatzimmer.

Dann wurde ein Privatpatient eingeliefert und bis man einen Platz für mich fand, verbrachte ich wieder eine Nacht am Gang. Die kommenden 2 Wochen verbrachte ich zusammen mit zwei netten Pensionisten. So gut es die Umstände erlaubten, hatten wir eine gute Zeit zusammen. Wir waren auch für die fürsorgliche Betreuung der Krankenschwestern sehr dankbar. Ein paar Tage nach der OP begannen mit dem Physiotherapeuten die ersten Gehversuche mit 2 Krücken. Etwas schmerzhaft, aber motiviert durch des Therapeuten positive Unterstützung. Nach 2 Wochen war ich wieder bei Julia zu Hause zu sein.

3 Wochen später kam ich auf das Rehabilitationszentrum Raxblick. Das ist eine andere Geschichte.

© Franz Kellner 2021-10-13

Kommentare

Gehöre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich über Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.